Über mich

Abriss zu meinem Verlauf im 7-Kampf

London 2012 - LeichtathletikMeine große Leidenschaft ist Sport und ganz besonders die Leichtathletik. Heute bin ich Siebenkämpferin und betreibe aus Überzeugung Leistungssport. Siebenkampf ist die Sportart, in der ich mich austoben kann. Die Beherrschung der Vielfalt der Disziplinen ist für mich ein großer Reiz und eine Herausforderung!

Zum Siebenkampf zählen die Disziplinen: 100m Hürden, Hochsprung, Kugel, 200m, – Weitsprung, Sperrwurf und 800m. Nicht um sonst sagt man: „ die Zehnkämpfer, sind die Könige unter den Athleten..“, „die Siebenkämpferinnen die Königinnen !“.

2006, mit 23 Jahren habe ich bislang meinen bislang größten Erfolg feiern können, eine Bronzemedaille bei den Europameisterschaften in Göteborg.

Angefangen hat alles aber ganz anders, zumindest nicht mit der Leichtathletik! In einer karnevalistischen Kleinstadthochburg stand ich mit 8 Jahren auf der Bühne. Zuerst als Teil einer Tanzgruppe und anschließend auch als Solotanzmariechen. Vier Jahre prägten meinen Körper mit Musik, Koordination, Akrobatik. Nach einem Umzug konnte ich an meinem Hobby, in einer anderen Stadt keine so große Freude abgewinnen.

Zwei Jahre vergingen – mit 14 Jahren habe ich dann mit der Leichtathletik angefangen! Vorbelastet durch die Leichtathletik war ich so gesehen- schon immer! – durch meinen Vater, der auch heute mein Trainer ist! Aber erst später konnte ich mich für die Leichtathletik begeistern.

Viereinhalb Jahre später habe ich mich für die Jugendweltmeisterschaften U20 qualifizieren können. Damals fanden die JWM 2002 in Jamaika statt. Mein Ziel war Jamaika! Gewiss hatte ich in meiner noch kurzen Siebenkampflaufbahn nicht viele Erfahrungen sammeln können, doch mein Bestes wollte ich geben! Nach einem sehr bescheidenen 1.Tag lag ich an vorletzter Position. Am 2.Tag, – dem wahren Tag eines Mehrkämpfers ließ ich mich von keinem mehr so leicht beeindrucken! Ich bin 5. geworden! Selbst meine Bundestrainerin hätte mir das damals noch nicht zugetraut! Jamaika hatte mich geprägt!

2003 war ein schwieriges Jahr, nicht nur weil der Wechsel von A-Jugend zu Juniorinnen anstand. In der Schule stand mir das Abitur bevor… und dann gab es noch viele Fragen! Ich hatte mich für ein Sportstudium an der Universität Paderborn entschieden und den Leistungssport! Schon damals war es mir bewußt, daß ein Studium nicht einfach ist und dazu parallel noch Leistungssport. So gesehen ein sehr schmale Gradwanderung.

2004 – das olympische Jahr! Zum ersten Mal erreichte ich die magische Grenze im Siebenkampf über 6000 Punkte! WOW! Dies bedeutete gleichzeitig die Qualifikation für das Größte an dem ein Sportler teilnehmen kann. Drei Wochen später bestätigte ich diese Leistung, konnte sie sogar noch steigern und blieb, weil mir 4 Punkte fehlten zu Hause! Ich war zwar die Jüngste, aber nur viertbeste Deutsche! Ganz schön bitter, wenn man bedenkt, daß es 2 cm im Weitsprung wären und keine halbe Sekunde im 800m und erst recht wenn man es aus der Sicht des Erfahrungen- sammeln betrachtet hätte! Schicksal!? Zwei Wochen nach den Olympischen Spielen holte ich mir den Deutschen Meistertitel der Frauen.

2005 konnte ich meine Leistungen stabilisieren. U 23 Europameisterschaften und Weltmeisterschaften waren auf dem Plan. Ich habe mich für beide qualifizieren können. Doch mein Schwerpunkt lag auf den U 23. In diesem Jahr habe ich bei den U 23 Europameisterschaften die Silbermedaille erringen können und wurde bei den Weltmeisterschaften 13. 2006 sportlich gesehen, kein Jahr der großen Ereignisse – für mich jedoch schon! Nach gutem Abschneiden bei zwei internationalen Meetings, die überraschende Platzierung bei den Europameisterschaften, die Bronzemedaille! Diese Wettkämpfe zusammengelegt bedeuteten auch gleichzeitig Platz drei der Weltrangliste!

2007 – die Weltmeisterschaften in Osaka. Eine schwierige Vorbereitungssaison mit Blockaden im Fuß die einige notwendige Trainingsmaßnahmen unmöglich machten, ging dem Höhepunkt des Jahres voran. Kein einziger Wettkampf der rund gelaufen ist, aber ein fünfter Platz in der Schwüle Japans ist mehr als akzeptabel bei den Rahmenbedingungen.

2008 – der Kreislauf schließt sich. Ich habe die Chance mich für das größte Ereignis eines Sportlers zu qualifizieren. Diese sogar 2 Chancen sollte ich nutzen und dann könnte es tatsächlich nach Beejing gehen…